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MARC KRISCHAK

Multitaskingfalle

Warum Multitasking alles anstrengender statt leichter macht

Wenn es dir an Energie mangelt, kann das am Multitasking liegen. 

 

Aber Marc, Multitasking ist doch eine Stärke!? 

 

Auf den ersten Blick sieht Multitasking verlockend aus: Du kannst mehr erledigen in gleicher Zeit. Du kannst zeigen, dass du flexibel bist und fühlst dich überlegen, weil du drei Dinge gleichzeitig erledigen kannst. 

Wenn da nicht diese Getriebenheit wäre. Wenn nicht irgendwann der Punkt kommen würde an dem du das Gefühl hast, das alles zu viel geworden ist und du nichts richtig hinbekommst…

 

Tage wie diese waren bei mir standart:

 

6:00 Uhr. Der Wecker weckt mich mit den Nachrichten. Krieg in Syrien, Flut da, Katastrophe dort…

Snooze…

 

Völlig verpennt mit dem Handy checken was über Nacht so passiert ist, nebenher Zähneputzen und die Espressomaschine bedienen.

 

Geht klar. 

 

Mac hochfahren, Arbeiten anfangen, auf dem zweiten Screen noch ein Tutorial reinziehen, um eine Aufgabe zu lösen.

 

Werbung nervt.

 

Das Mailprogramm plingt. Prio: Hoch!! Kunde braucht schnell eine Datei. 

 

Okay. Abgehakt. 

 

Das Handy macht kling: Whatsapp: “Servus, kommst du später noch mit biken?”. “ Klar, 16:00 bei mir vor der Garage?”

Läuft.

 

Spotify spielt im Hintergrund meine Lieblingsplaylist ich singe leise den Text mit. 

 

Schräg aber okay. 

 

Auf dem Klo durch Socialmedia zappen, kurz auf Ntv die neuesten Nachrichten reinziehen und dann mit tauben Knien in die Küche humpeln, um mit einem Film nebenher Essen zu kochen. 

 

Klappt ja. 

 

Neben dem Essen ab und zu mal kurz das Handy in die Hand nehmen, checken, was doch alle für ein geiles Leben haben – zumindest auf Instagram. 

 

Während ich mit meinen Kindern spiele erledige ich noch kurz ein, zwei liegengebliebene Mails am Handy und räume noch die Wohnung ein bisschen auf.

 

Zumindest ein wenig Ordnung am Abend. 

 

Zum Abschalten an die Frau gekuschelt im Bett, noch ein paar Kleinigkeiten Online shoppen.

 

Zapfenstreich.

 

Das Smartphone bimmelt mich um 06:30 aus dem Schlaf. Ich nehme es in die Hand um den Alarm zu killen. Newsflash: Krieg in der Welt, Wirtschaftskrise. 

 

21 ungelesene Whatsapp Mitteilungen und die Wetterapp empfiehlt mir mich heute etwas wärmer anzuziehen. 

 

Zähneputzen läuft glücklicherweise so automatisch, dass ich währenddessen den Frühstückstisch decke und die Pausenbrote meiner Kinder mache. Auf der Gassirunde mit meinem Hund denke ich schon an die To dos, während mir meine kleine Tochter an der Hand versucht Schmetterlinge und Blumen zu zeigen, die sie so sehr faszinieren….

 

Heartbreak, aber verpasst.

 

 

Fast forward. 

 

Irgendwann  fragst du dich dann wo deine Zeit geblieben ist. Wieso bin ich Abends so dermaßen matschig in der Birne und nach einiger Zeit ist dein Energielevel so nieder, dass du dich mies fühlst und nicht mehr so recht aus dem Quark kommst. 

 

Der Schlüssel zum Glück

Ein Zen-Weiser gibt auf die Frage zweier junger Mönche, was der Schlüssel zum Glück sei, ungefähr folgende Antwort: 

 

“Wenn ich gehe, gehe ich. Wenn ich esse, esse ich. Wenn ich stehe, stehe ich. Wenn ich liege, liege ich. “

 

Die Essenz daraus besagt: Fokussiere dich immer auf das, was du momentan tust und das zu 100% und du wirst glücklich bleiben. 

 

So kommst du raus aus der Multitasking Falle

Eliminere alles, was dich von deiner momentanen Aufgabe ablenkt. Verbringst du Zeit mit Freunden oder deiner Familie, leg dein Handy beiseite. Sei zu 100% im Moment da für sie. Egal was du tust versuche ausschliesslich die eine Hauptsache zu machen, die deinen Fokus verdient. 

 

Sobald du nur 2 Dinge parallel machst, teilt sich deine Aufmerksamkeit gleichermaßen auf beide Sachen. Die Folge: Du musst dich pro Sache doppelt so stark anstrengen, verbrauchst am Ende mehr Energie und bist langfristig gefrustet, weil du doch die Hälfte verpasst hast: 

 

1 Sache: 100% Energiekapazität pro Sache

2 Sachen 50% Energiekapazität pro Sache

3 Sachen: 33% Energiekapazität pro Sache

 

Legst du deinen Fokus nur auf eine einzelne Sache, desto schneller, energieschonender und präsenter bist du für sie da. So verschwindet auch das Gefühl der Zerrissenheit, der Getriebenheit und immer und überall erreichbar zu sein und sich aufteilen zu müssen. 

 

Self Check

Geh einmal ehrlich in dich und fühle mal rein, wo du Dinge parallel laufen lässt. Schreibe sie dir nieder und versuche die Sachen, die am einfachsten umzusetzen sind, bleiben zu lassen. 

 

Formuliere das, was du umsetzen möchtest in einen einfachen Merksatz zur Gewohnheit und häng dir ein Post -It an den Ort, wo es dich immer daran erinnert :

 

Post it an die Klo-Türe: “Handyfreie Zone.”

 

So kommst du Schritt für Schritt aus der Multitasking Falle raus und erhöhst deine Lebensenergie. 

Auerbachstraße 7, 63856 Bessenbach